Anlauterquelle

Einer der Zuflüsse der Altmühl ist die Anlauter. Sie entspringt einer Quelle nahe Geyern und fließt dann über Nennslingen, Gersdorf, Bechthal, Titting und Emsing durch zahlreiche Mühlen, bis sie schließlich Teil der Schwarzach wird und bei Kinding in die Altmühl mündet.

Die Anlauterquelle

Das besondere an der Anlauterquelle ist, dass sie inmitten des Juragebietes entspringt. Diese Region ist eigentlich eher dafür bekannt, sehr trocken zu sein. Das merkt man vor allem in den Sommermonaten, wenn es längere Zeit nicht geregnet hat.

Anlauterquelle

Nur unweit vom Quellgebiet entfernt (etwas nördlich) verläuft die Europäische Wasserscheide. Diese könnt ihr zum Beispiel nahe Treuchtlingen selbst speisen – ich habe euch den Ort schon mal als Altmühltal-Tipp vorgestellt.

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BLAUTOPF BEI ESSING

Blaues Wasser gibt’s nur am Meer? Wer das denkt kennt sich im Altmühltal nicht wirklich gut aus. Denn hier befindet sich eine jahrhunderte alte Karstquelle, der so genannte Blautopf.

Blautopf Essing 01

Etwa 300 Liter 8 Grad kaltes Quellwasser pro Sekunde sprudeln ganzjährig aus der Karstquelle. Die blaue Färbung erhält das Wasser durch die Dolinen, durch die das Wasser fließt und mit Magnesium angereichert wird. Das Wasser selbst hat nahezu Trinkwasserqualität. Darin leben einige Forellen.
Das Wasser aus dem Blautopf mündet nach etwa 600 Metern in die Altmühl.

Blautopf Essing 02

In der Nähe befindet sich außerdem eine Votivkapelle aus dem 17. Jahrhundert. Sie stammt aus der Zeit, in der die Karstquelle am Blautopf für ein Jahr versiegte. Aus Dankbarkeit errichtete man die so genannte Weihermühlkapelle, die bis heute von den Anwohnern unterhalten wird.

Zu finden ist dieses Naturspektakel direkt hinter dem Essinger Hof. Dieser befindet sich einie hundert Meter nordwestlich der Holzspannbrücke. Ab dort weisen Schilder den Weg dorthin.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin