8 Fakten über das Kloster Weltenburg

Wenn ihr vom Kloster Weltenburg hört, denkt ihr bestimmt erst mal an das recht bekannte Klosterbier. Doch die Benediktinerabtei hat noch einiges mehr zu bieten. Was das ist und was den Ort so besonders macht lest ihr hier.

1. Donaudurchbruch

Die Lage des Klosters Weltenburg ist einzigartig. Denn direkt an der Engstelle des Donautals, dem Naturschutzgebiet Donaudurchbruch (auch Weltenburger Enge genannt), liegt das Benediktinerkloster.
Schon 1840 wurde das Gebiet als Naturdenkmal ausgewiesen und ist neben der Insel Helgoland und dem Elbsandsteingebirge bis heute eines der Nationalen Geotope Deutschlands.
Grund hierfür sind die hohen Felswände, die unterschiedlichste Formationen zeigen. Besonders bekannt sind Peter und Paul zwischen Weltenburg und Kelheim. In den Felsen befinden sich zahlreiche Höhlen.
Durch seine Lage direkt an der Donau ist das Kloster allerdings auch gefährdet für Hochwasser. Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Überschwemmungen das Kloster heimsuchten, ist es seit 2015 durch einen zusätzlichen Hochwasserschutz geschützt.

2. Fähren, Schiffe und mehr

Durch die einzigartige Lage direkt an der Donau ist es naheliegend, das Kloster über den Schiffsweg zu besuchen. Zahlreiche Fähren z.B. von Kelheim fahren stündlich, während der Hauptsaison im Sommer sogar halbstündlich, zum Kloster. Die Fahrt mit der Fähre ist besonders dann ein Highlight, wenn man die Felsformationen bestaunen möchte. Alle Infos zu den Felsen werden während der Fahrt vom Kapitän des Schiffs vorgetragen.
Einige Wanderer wählen den Fußweg und genießen die Stille des Naturparks auf ihren Weg von Kelheim (vielleicht über die Befreiungshalle?) und wechseln dann mithilfe eines Boots nur noch die Flussseite. Dieses Übersetzen geschieht meist durch eine Seilfähre, mithilfe von hölzernen Kahnfahrtzillen. Mehr Infos dazu findet ihr hier.

3. Kirche als Kunstwerk

Die Klosterkirche in Weltenburg ist ein wahres Juwel. Bei ihr handelt es sich um eine Asamkirche, also um eine Kirche die durch die Brüder Asam geplant und gestaltet wurde. Als Baumeister der Kirche gilt Cosmas Damian Asam, der als Maler und Architekt im 18. Jahrhundert das Erscheinungsbild des Gotteshauses maßgeblich beeinflusste und prägte. Sein Bruder Egid Quirin Asam war als Stukkator der Klosterkirche tätig. Er ist auch im Deckenfresko der Kirche zu sehen.
Neben dem beeindruckenden Deckenfresko im rokkoko-geprägten Kirchenschiff sind auch die Orgel und die vier großen und kleinen Nischen echte Highlights. Das alles macht die Kirche zu einem Hauptwerk des süddeutschen Barocks.

4. Klosterküche

Das Essen der Klosterküche Weltenburg schmeckt so gut, dass es sogar eine eigene Website hat. Zahlreiche überlieferte Rezepte werden hier fleißig gesammelt und weitergegeben. So finden sich Rezepte rund um den Jahreskreis, für die Advents- und Weihnachts- genauso für die Fastenzeit. Von Asamtorte bis Zwetschgenkuchen sind hier nicht nur süße Leckereien, sondern auch deftige Mahlzeiten vertreten. Dabei werden sämtliche Rezepte selbstverständlich auch in der Klosterschenke serviert. Hausgemacht, mit viel Liebe und weit über die Region hinaus bekannt.

5. Klosterbier

Wie schon erwartet, ist das Weltenburger Klosterbier ein weiterer Grund, das Kloster zu besuchen. Denn die Klosterbrauerei ist die älteste Klosterbrauerei der Welt. Schon im 11. Jahrhundert wurde hier Bier gebraut.
Seit geraumer Zeit gibt es daher auch Führungen durch die Klosterbrauerei – selbstverständlich inklusive Bierverkostung. Für die Führungen gibt es neben den fest angebotenen Terminen an den Wochenenden auch Sonderführungen, die nach eigenen Wünschen vereinbart werden können. Alle wichtigen Informationen findet ihr hier.

6. Felsenkeller

Eng verwandt mit dem Klosterbier ist der Felsenkeller. Denn hier wurden einst die Bierfässer gelagert.
Heute findet sich im Felsenkeller das Besucherzentrum des Museums. Neben der Geschichte des Klosters mit zahlreichen Ausstellungsstücken wie Gesangbüchern, Siegeln oder Kleidungsstücken der Amtsträger ist hier eine Miniaturdarstellung des bekannten Donaudurchbruchs untergebracht.

7. Frauenbergkapelle

Kurz nach der Gründung des Kosters wurde die erste Kapelle auf dem Frauenberg nahe Weltenburg errichtet. Neben dem Rokokoaltar sind zwei aus dem 16. Jahrhundert stammende Holztafeln das, was die Frauenbergkapelle so besonders machen.

8. Kurse

Da es sich beim Kloster Weltenburg um einen sehr theologisch geprägten Ort handelt, ist es naheliegend, dass hier auch Kurse stattfinden. Neben Bibelseminaren und Kloster-Wochenenden, in denen man dem Glauben näher kommt und lernt, was hinter dem Klosterleben steckt, gibt es auch zahlreiche weitere Kurse, die besonders bei Kunstbegeisterten auf großen Zuspruch stoßen. An mehreren Tagen finden beispielsweise Ikonenmalkurse oder Kurse rund um die Kalkmalerei und Fresken statt. Besonders beliebte Kurse sind oft ein halbes Jahr vorher restlos ausgebucht.

Diese 8 Fakten rund um das Kloster Weltenburg machen den Ort so besonders und sorgen dafür, dass es immer wieder gern besucht wird.
Wart auch ihr schon mal in Weltenburg? Was hat euch dabei besonders gefallen?

Gibt es in eurer Gegend ein bekannteres Kloster? Was macht es so besonders? :) Ich freue mich über eure Berichte!

Kerstin

HERRENCHIEMSEE UND DIE FRAUENINSEL – herbstausflug

Ausflüge im Herbst haben viele Vorteile: Es ist nicht mehr so heiß wie in der Sommerzeit und außerdem sind oft – vor allem bei Tourismushochburgen – deutlich weniger Leute unterwegs. Das ist der Grund, weshalb wir uns für einen schönen Herbstausflug zum Chiemsee entschieden haben. Auf unserem Tagesprogramm: Die Herren- und die Fraueninsel.

kutsche-herrenchiemsee

Zuerst ging es mit dem Auto nach Prien am Chiemsee. Nur wenige Kilometer entfernt von der Autobahn ist der Luftkurort super zu erreichen. Von dort aus ist es auch sehr leicht, Parkplätze zu finden. Wir haben etwas außerhalb des Ortes an einem öffentlichen, kostenfreien Parkplatz gehalten. Direkt an der Schiffsanlegestelle gibt es allerdings auch einen gebührenpflichtigen Parkplatz.

chiemsee-bootssteg

Für 8,90 € pro Person geht es mit der Inseltour West zunächst zur Herreninsel. Aktuelle Preis- und Fahrplaninformationen findet ihr hier.
Dort findet sich nicht nur das berühmte Schloss Herrenchiemsee, sondern auch das ehemalige Augustiner-Chorherrenstift. Es ist ein ehemaliges Kloster und zählt zu den ältesten Klosteranlagen Bayerns. Ganz im Norden der Insel befindet sich eine Kapelle aus dem Jahr 1697. Außerdem lässt es sich auf der Herreninsel wunderbar spazieren gehen.

kapelle-herreninsel

herrenchiemsee-park

Das Schloss von König Ludwig II. ist und bleibt aber die Hauptattraktion der Insel. Es war als Hommage an den französischen Sonnenkönig, Ludwig XIV., gedacht. Diesen bewunderte Ludwig II. von jeher und wollte dessen Schloss Versailles auf Herrenchiemsee nachbilden. Das Schloss ist äußerst prunkvoll ausgestattet und kann im Rahmen einer sehr interessanten Führung besucht werden.
Allerdings: Im Gegensatz zu seinen anderen Märchenschlössern ist Herrenchiemsee nie fertiggestellt worden. Im Rahmen der Führung zeigen sich zwei Treppenhäuser – eines davon voller Prunk, ausstaffiert mit Kunstmarmor und sämtlichen Prunk, den man auf Königsschlössern erwartet. Das andere Treppenhaus ist nahezu in Rohform erhalten.
Ein überraschender Gegensatz, der aber dennoch interessant ist: So zeigt sich nämlich auch, wie ein solches Schloss hinter der schönen Fassade eigentlich aussieht.

schloss-herrenchiemsee-brunnen

Nach unserem Besuch auf Schloss Herrenchiemsee ging es mit dem Dampfer weiter auf die Fraueninsel. Diese ist deutlich kleiner, in ihrer Schönheit aber dennoch nicht zu unterschätzen. Überraschenderweise ist diese Insel bewohnt – hier finden sich zahlreiche Cafés, Gasthäuser und sogar ein Bäcker. Das eigentliche Highlight der Insel ist aber das Kloster Frauenwörth. Das Benediktinerinnen-Kloster ist übrigens seit 30 Jahren durch die Förderation der Bayerischen Benediktinerinnen-Abteien unter anderem mit dem Kloster St. Walburg in Eichstätt eng verbunden. Außerdem kann man sich hier eine Auszeit nehmen und beispielsweise an einem Schweigeseminar teilnehmen.
Nach einem kurzen Rundgang auf der Fraueninsel ging es für uns mit dem Dampfer zurück aufs Festland.

fraueninsel-kloster
Habt ihr diesen Herbst noch Pläne für einen Ausflug? Wohin geht’s bei euch? Ward ihr vielleicht auch schon mal am Chiemsee unterwegs?

ST. MARIEN

Die größte Kirche in Gunzenhausen ist die evangelische Stadtkirche St. Marien. Direkt davor befindet sich die Statue des Hl. Jakobs. Dies rührt daher, dass der bedeutendste Weg für Pilgerer, der Jakobsweg, direkt daran vorbei führt.

St. Marien Gunzenhausen

Die Stelle an der sich die Kirche befindet ist ein sehr geschichtsträchtiger Ort. So stand im 2. und 3. Jahrhundert an diesem Ort ein römisches Kastell, das vermutlich zur Sicherung des Limes in der damaligen Zeit diente.
Im 8. Jahrhundert wurde an dem Ort ein Benediktinerkloster gegründet. Seit 1496 steht die Marienkirche in ihrer jetzigen Bauweise auf dem Platz.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

ST. WALBURG

Jedes Jahr vom 12. Oktober bis zum 25. Februar pilgern unzählige Gläubige nach Eichstätt, um dort das Benediktinerinnenkloster St. Walburg zu besuchen. Dies liegt nicht nur daran, dass der 25. Februar als Gedenktag der Heiligen gilt, sondern auch an dem Walburgisöl, das zu dieser Zeit fließt. Dabei handelt es sich um eine wässrige Flüssigkeit, die sich an der Grabstätte der Heiligen Walburga sammelt und seit dem 11. Jahrhundert von Nonnen in kleine Fläschchen gefüllt wird. Dieses Walburgisöl soll gegen sämtliche Krankheiten und Gebrechen helfen.

100_1429Doch auch abseits dieses Mysteriums ist das Kloster St. Walburg einen Besuch wert. So ist die Gruftkapelle, in der die Heilige bestattet ist, eine kleine Sehenswürdigkeit. Sie besteht seit Mitte des 15. Jahrhunderts, wohingegen das Langschiff des eigentlichen Kirchenbaus während des Schwedenkriegs stark zerstört wurde.

100_1420

Ebenfalls interessant ist womöglich die Legende über den genauen Ort von Walburgas letzter Ruhestätte. Die Heilige war zunächst in einem Kloster in Heidenheim bestattet, bis der Bischof Otgar beschloss, dass die Heilige nach Eichstätt überführt werden sollte. An der Stelle der ehemaligen Kreuzkirche scheuten plötzlich die Pferde und wollten nicht mehr weiter.
Diese Begebenheit wurde als Zeichen Walburgas gesehen, an exakt diesem Ort die letzte Ruhestätte zu wünschen. In den darauffolgenden Jahren entstand das Kloster St. Walburg, das heute über 30 Nonnen umfasst und zudem eine Grundschule beherbergt.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

SOLABASILIKA

Eines der ältesten Baudenkmäler Deutschlands findet sich in Solnhofen. Es handelt sich um die Solabasilika, eine Kirche die unter Leitung des Heiligen Sola errichtet wurde. Die Verzierung der Basilika ist das frühste Beispiel für die Verwendung von Stuck in der Region. Das Grab selbst gehört zu den größten kunstgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten Mittelfrankens. Und ganz nebenher befindet sich der Bau auf mittelsteinzeitlichen Siedlungsspuren.

Solabasilika

Anhand von Ausgrabungen ließen sich Fundamente entdecken, durch die sich fünf verschiedene Kirchenbauten rekonstruieren lassen. Die ersten beiden gehen wahrscheinlich zurück in das 7. Jahrhundert nach Christus. Die dritte Kirche wurde vermutlich vom Heiligen Sola selbst als Bethaus genutzt. Damals war er noch Mönch mit dem Auftrag die Bevölkerung des Ortes, der damals noch „Husen“ hieß, kirchlich zu betreuen.
Die vierte Kirche war vermutlich die erste Klosterkirche des vom Heiligen Sola gegründeten Klosters.
Anfang des 9. Jahrhunderts entstand die fünfte und letzte Kirche, eine dreischiffige Basilika. Diese sah vermutlich ähnlich aus wie die Basilika auf dem Petersberg bei Fulda und die Basilika in Schlüchtern. Alle drei Kirchen liegen nahezu identische Grundrisse zugrunde.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

KLOSTER PLANKSTETTEN

Im Sulztal zwischen Beilngries und Berching befindet sich das Benediktinerkloster Plankstetten. Es wurde 1129 von Graf Ernst II. von Hirschberg und seinen Brüdern gegründet und zählt zu den kunsthistorisch wertvollsten Klosteranlagen im Naturpark Altmühltal. Grund hierfür sind unter anderem die romanische Kirche und die barocke Klosteranlage.

Bild

Neben einem Gästehaus findet sich hier auch ein Bioladen mit Produkten aus eigener Produktion.
Dazu gehören Brot, Fleisch oder auch das Klosterbier. Diese Produktion ermöglicht den Mönchen Autarkie, also wirtschaftliche Unabhängigkeit. Sie können sämtliche Ressourcen die sie gebrauchen selbst erzeugen oder herstellen. Die Überproduktion wird im Klosterladen neben Fair Trade Produkten verkauft.
Ein bekannter Mönch aus dem Kloster ist der derzeitige Bischof des Bistums Eichstätt, Gregor Maria Hanke.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

BEILNGRIES

Die nördlichste Stadt Oberbayerns, Beilngries, hat einiges zu bieten. Von Spielzeug- bis Technikmuseum über diverse Kirchen bis hin zu den mittelalterlichen Stadttürmen. Letztere gehören zur einstigen Stadtmauer und wurden ab 1407 erbaut und ab dem 16. Jahrhundert bewohnt. Sie waren Bestandteil des mittelalterlichen Lebens. Hinter jedem dieser Türme steht eine ganz eigene Geschichte. So lebte beispielsweise im Seelennonnenturm die Totenfrau, also die Leichenwäscherin der Stadt.

Bild

Bild

Zu den bekanntesten Kirchen gehören sowohl die Stadtpfarrkirche St. Walburga als auch die Kirche St. Vitus im Ortsteil Kottingwörth. Hier findet man mittelalterliche Wandmalereien im Turmgeschoss der daneben gelegenen Kapelle die verschiedene Heiligenlegenden darstellen.
Im ehemaligen Franziskanerkloster findet sich heute das Spielzeugmuseum. Das Technikmuseum liegt zwischen Beilngries und Kinding am Kratzmühlsee.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin