BRAUCHTUM UND TRADITION

Besonders Bayern scheint für seine Bräuche und Traditionen besonders bekannt zu sein. Jeder kennt das Oktoberfest in München oder den Nürnberger Christkindlmarkt. Aber dabei steckt hinter dem Begriff „Brauchtum“ noch so viel mehr.

Das ist der Grund, weshalb ich meine Blogparade „Brauchtum und Tradition“ ins Leben gerufen habe. Ich freue mich über eure Meinungen zum Thema Brauchtum – egal in welcher Hinsicht.
Gibt es einen Brauch, den es nur bei euch in der Region gibt? Was haltet ihr von den alten Traditionen? Lohnt es sich eurer Meinung nach sie zu erhalten oder findet ihr, dass „das Altmodische dem Neuen weichen soll“? Seid ihr vielleicht wie ich der Meinung, dass viele Bräuche – wie die beiden oben genannten Feste – inzwischen viel zu kommerzialisiert sind?
Vom 25.10.2016 – 25.11.2016 13.01.2017 habt ihr die Möglichkeit an meiner ersten Blogparade teilzunehmen und mir eure Meinungen und Erfahrungen mitzuteilen. Schickt mir einfach bis 25.11.2016 13.01.2017 um 12 Uhr den Link zu eurem Blogpost und verlinkt mich.
Ich freue mich sehr über eure Beiträge!

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Was Brauchtum für mich bedeutet
Für mich ist Brauchtum ein Stück Heimat. Besonders dadurch, dass Bräuche oft regional sehr unterschiedlich sind, merkt man, wie man mit der eigenen Ortschaft näher zusammenwächst. Außerdem helfen Bräuche dabei, sich auf das das Wesentliche zu konzentrieren. Nicht umsonst nennen wir die Vorweihnachtszeit auch „stade Zeit“. Sie dienen der Entschleunigung und helfen uns dabei, das Jahr und damit auch unsere Zeit besser einzuteilen.

Meine liebsten Bräuche
Manche Bräuche begleiten einen Jahr für Jahr als fester Bestandteile des Jahreskreises. Oft wissen wir bereits das Jahr zuvor, dass wir den Termin unbedingt wieder wahrnehmen wollen. Er ist zu unserer eigenen Tradition geworden.
Bei mir ist einer dieser Bräuche der Tanz in den Mai. Vielen ist die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai auch als Walpurgisnacht bekannt. Bei uns ist es allerdings Brauch, sich an diesem Abend in seine Tracht zu werfen und im örtlichen Wirtshaus zu tanzen und zu feiern. Am nächsten Tag wird dann der Maibaum aufgestellt.

maibaum
Ein weiterer Brauch, den man in meiner Region nicht unbedingt kennt, der bei mir aber mit Kindheitserinnerungen verbunden ist, ist der Brauch der Allerheiligenspitzel. Jedes Jahr zu Allerheiligen schenkte mir meine Oma etwas von der Süßigkeit – meist mit rosa Zuckerguss.

In unserer Region bekannt
Wie bereits erwähnt sind die Allerheiligenspitzel ein sehr regionaler Brauch. Zur Erntezeit gibt es vielerorts Hollerküchle – kurz: gebackener Holunder. Auswärtigen ist besonders das Altmühltaler Lamm ein Begriff.

hollerkuchle
(Quelle: Romi / pixabay.com)

In Altmühlfranken gibt es verschiedene Bräuche zur Kirchweih. Einer davon ist der so genannte Kerwabär. Ein junger Mann wird mit Stroh verkleidet und läuft, von Musik begleitet, durch die Ortschaft. Dabei sammelt er Geld und vielerorts auch Schnaps.
Ähnlich wild geht es zur Faschingszeit zu. Die Fasenickel haben zu diesen Wochen Hochkonjunktur. Sie verteilen Süßigkeiten an Kinder und richten oft Schabernack an.

Ich bin schon gespannt auf eure Traditionen und Bräuche!