BLAUTOPF BEI ESSING

Blaues Wasser gibt’s nur am Meer? Wer das denkt kennt sich im Altmühltal nicht wirklich gut aus. Denn hier befindet sich eine jahrhunderte alte Karstquelle, der so genannte Blautopf.

Blautopf Essing 01

Etwa 300 Liter 8 Grad kaltes Quellwasser pro Sekunde sprudeln ganzjährig aus der Karstquelle. Die blaue Färbung erhält das Wasser durch die Dolinen, durch die das Wasser fließt und mit Magnesium angereichert wird. Das Wasser selbst hat nahezu Trinkwasserqualität. Darin leben einige Forellen.
Das Wasser aus dem Blautopf mündet nach etwa 600 Metern in die Altmühl.

Blautopf Essing 02

In der Nähe befindet sich außerdem eine Votivkapelle aus dem 17. Jahrhundert. Sie stammt aus der Zeit, in der die Karstquelle am Blautopf für ein Jahr versiegte. Aus Dankbarkeit errichtete man die so genannte Weihermühlkapelle, die bis heute von den Anwohnern unterhalten wird.

Zu finden ist dieses Naturspektakel direkt hinter dem Essinger Hof. Dieser befindet sich einie hundert Meter nordwestlich der Holzspannbrücke. Ab dort weisen Schilder den Weg dorthin.

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Kerstin

TEUFEL TRIFFT APOSTEL

Kaum ein Gebiet im Altmühltal ist besser für eine Wanderung mit besonderen Ausblicken geeignet wie das um Solnhofen. Ein weit einsehbares Tal mit spektakulärem Ausblick von den Zwölf Aposteln aus sind ein Paradebeispiel hierfür.

Ausblick Teufelskanzel Solnhofen

Kein Wunder dass es mehrere Wanderwege in der Gegend gibt. Besonders zu empfehlen ist dabei der Rundweg „Teufel trifft Apostel“ (Route 3). Dieser führt – je nachdem wo man damit beginnt – in Solnhofen bzw. Esslingen und führt an den Zwölf Aposteln und der Teufelskanzel vorbei. Von dieser aus lässt sich ein schöner Blick auf die Felsformation werfen.
Außerdem führt der Wanderweg direkt am Esslinger Kräutergarten vorbei. In Solnhofen bietet sich ein kurzer Abstecher in der Solabasilika an.

Teufelskanzel Solnhofen

Mit einer Länge von knapp 6 Kilometern ist der Rundweg auch gut mit Kindern zu begehen. Einziges Manko: Streckenweise ist der Weg sehr schmal. Da hier auch einige Mountainbiker unterwegs sind muss man ab und an ausweichen.

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Kerstin

DOLLNSTEIN

Eine über 800 Jahre alte Burg, Jurahäuser und einen berüchtigten Kletterfelsen. All das hat der Markt Dollnstein zu bieten. Dabei wurde der Ort erstmals Anfang des 11. Jahrhunderts urkundlich erwähnt. Damals war er noch unter dem Namen „Tollunstein“ bekannt, welcher sich im Laufe der Jahrhunderte in das heutige Dollnstein gewandelt hat. Dabei wird vermutet dass der zweite Teil des Namens, „-stein“, auf den Felsen zurückzuführen ist, auf dem die Dollnsteiner Burg errichtet wurde.

Dollnstein Um diese Burg herum befindet sich der heutige Ortskern, der von einer Wehrmauer umschlossen wird. Diese ist nach wie vor vollständig erhalten.
Eine der repräsentativsten Bauten des Marktes stellt das Pfarrgebäude da, das vermutlich nach Plänen von Gabriel de Gabrieli errichtet wurde. Die Kirche St. Peter und Paul, die sich direkt neben dem Pfarrhaus befindet, wurde Anfang des 14. Jahrhunderts errichtet. Besonders charakteristisch ist der gotische Chor, der mit verschiedenen Fresken ausgestattet wurde, die man noch heute bestaunen kann.

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Auch für Naturfreunde und Wanderer hat der Markt einiges zu bieten. So befindet sich direkt an der Straße von Dollnstein nach Breitenfurt auf der linken Seite der Burgsteinfelsen. Mit einer Höhe von 45 Metern ist er besonders bei Kletterern sehr beliebt. Seit dem Jahr 2002 findet er sich zudem auf der Liste der 100 schönsten Geotope Bayerns.

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Kerstin

ZWÖLF APOSTEL

Zwischen Solnhofen und Eßlingen befindet sich der „Juratrockenhang mit der Felsgruppe Zwölf Apostel“, wie das Naturschutzgebiet offiziell bezeichnet wird.
Die Felsen entstanden Ende der Tertiärzeit, also vor ca. 2,6 Millionen Jahren.
Das charakteristische Landschaftsbild entstand ähnlich wie das in der Wacholderheide bei Gungolding. Jahrhunderte Beweidung durch die Menschen ließ den natürlichen Baumbestand verschwinden und Halbtrockenrasen und Wacholderheiden um die eindrucksvollen Felsen wachsen.
Seit 1974 wird in der Gegend wieder traditionelle Hüteschafhaltung betrieben, um das Landschaftsbild und den dadurch entstandenen Artenreichtum zu erhalten.

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Es gibt mehrere schöne Wanderwege um den Ausblick über das Altmühltal zu genießen. Besonders bekannt sind der Altmühlradweg und der Altmühltal-Panoramaweg.

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Kerstin

 

FOSSA CAROLINA

In Graben, einem kleinen Ort einige Kilometer nördlich von Treuchtlingen, befindet sich der so genannte Karlsgraben. Auf den ersten Blick wirkt die Wasserstelle wie ein größerer Teich, vor Allem da sich hier auch Angler finden, die ihr Glück beim Fischfang versuchen.

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In Wirklichkeit ist die Fossa Carolina allerdings ein unter Karl dem Großen im Jahre 793 entstandener Kanal. Dieser sollte ursprünglich Altmühl und Schwäbische Rezat verbinden und damit den Schiffsverkehr in den Norden des damaligen deutschen Reiches zu ermöglichen, ähnlich wie der Main-Donau-Kanal. Ursprünglich hatte der Aushub eine Länge von 3 Kilometern, heute ist allerdings nur noch eine Länge von rund 500 Meter zu bestaunen.

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Kerstin