WIE FEIERT DIE WELT OSTERN?

Jedes Jahr nach dem ersten Frühlingsvollmond ist es so weit: Wir feiern Ostern. Ein Fest, das von Christen der ganzen Welt gefeiert wird. Doch wie wird Ostern in anderen Ländern zelebriert? Gibt es besondere Bräuche, oder ist Ostern in vielen Ländern sehr ähnlich zu dem Ostern, das wir kennen?

Mit den Fragen habe ich mich befasst und möchte euch jetzt auf eine österliche Weltreise entführen.

easter-nest-2122050_640.jpg

Deutschland
Beginnen wir in unserem Heimatland. Hier gibt es regional viele unterschiedliche Bräuche, aber eines haben die meisten Gemeinden gemein: An Karfreitag und Karsamstag ersetzen die Ratschen (vielerorts auch Klappern oder Räppeln genannt) die Kirchenglocken. Meist sind es die Ministranten, die dafür verantwortlich sind. Sie treffen sich an der Kirche und sorgen zu bestimmten Uhrzeiten dafür, dass die Ratschen erklingen.
Der Brauch geht übrigens bis ins 15. Jahrhundert zurück – im Jahr 1482 wurde er das erste Mal schriftlich in Coburg erwähnt.

Am Ostersonntag kommt der Osterhase zu den Familien und bringt gefärbte Ostereier, Süßigkeiten, und inzwischen auch immer öfter größere Geschenke. Davon kann man halten, was man will – mir persönlich ist das klassische Osternest mit Schokolade und Eiern am liebsten.
Die Nester werden oft im Garten versteckt. Und frühmorgens gibt es das Osterfrühstück bzw. den Osterbrunch. Hier werden die geweihten Speisen (klassischerweise Brot, Schinken, Ostereier und auch das Osterlamm) gegessen. In vielen Familien wird dazu eine Osterkerze angezündet. Die wird meist davor gebastelt und in der Osternacht oder in der Messe am Sonntag gesegnet.

Schweiz
Weiter geht es in unser südliches Nachbarland die Schweiz. Hier sind die meisten der deutschen Bräuche auch vertreten. In einigen Regionen gibt es allerdings Besonderheiten. Zum Beispiel in und um Luzern. Hier finden jedes Jahr die Osterfestspiele und ein großes Osterkonzert statt.

Ebenfalls sehr bekannt ist das so genannte „Zwänzgerle“. Dieser Brauch ist in Zürich sehr verbreitet. Die Kinder halten ein Osterei in der Hand, in das der Erwachsene versucht, ein Zwanzigrappenstück zu werfen, sodass es stecken bleibt. Prallt die Münze ab, gewinnt das Kind das Ei und die Zwanzig Rappen. Bleibt es stecken, gehören beide Gegenstände dem Werfer.

Italien
Es geht noch weiter südlich in eines der beliebtesten Urlaubsländer der Deutschen. Dort werden um die Osterzeit, oft auch schon am Palmsonntag (Sonntag vor Ostern) zahlreiche Prozessionen abgehalten.

garden-2124757_640

Am Ostermontag ist der Höhepunkt des italienischen Osterfestes erreicht. Traditionell wird dort „Pasquetta“, kleine Ostern, gefeiert. Dazu gehen viele Familien picknicken oder unternehmen einen Ausflug. Traditionelle Speise an diesem Tag ist die „Torta di Pasquetta“, ein herzhafter Kuchen mit Spinat und Ei. Der schmeckt sowohl warm als auch kalt. Außerdem gibt es die so genannte Ostertaube, einen Gugelhupf, der ähnlich unseres Osterlamms nur zu Ostern gebacken wird.

Spanien
Bleiben wir im Süden und schauen in ein weiteres beliebtes Reiseziel: nach Spanien.
Auch hier gibt es zahlreiche Prozessionen in der Karwoche (spanisch: Semana Santa). Häufig ziehen die Gläubigen dort an mehreren Tagen der Woche durch die Straßen und beten.

An manchen Regionen in Kastilien wird zu Ostern eine große Strohpuppe, ähnlich unserem Osterfeuer, verbrannt. Auf Mallorca kennt man ebenfalls das traditionelle Ostermontagspicknick aus Italien.

easter-fire-1283925_640.jpg

Ihr wollt wissen, wie Ostern auf Teneriffa von statten geht? Dann schaut doch mal bei dem Beitrag von artlandyablog vorbei!

USA
Ihr wolltet immer schon mal in den Garten des Weißen Hauses? Dann ist Ostern der perfekte Zeitpunkt dafür. Denn am Ostersonntag findet hier der „Easter Egg Roll“ statt. Familien können hier auf Ostereiersuche gehen und das traditionelle Eierrollen spielen. Das ist ein Spiel, in dem das Ei gewinnt, das am längsten rollt.

In Amerika finden außerdem zahlreiche Osterparaden statt. Die bekannteste und größte Parade findet in New York statt.

Großbritannien
Der Gründonnerstag ist in Olney (nahe Northampton) auch als „Pancake Thursday“ bekannt. An diesem Tag finden daher Pfannkuchenrennen statt. Ähnlich dem Easter Egg Roll werden hier Pfannkuchen ins Rennen geschickt. Den Brauch gibt es bereits seit dem 16. Jahrhundert.

pancakes-2020863_640.jpg

Irland
Die Zeit bis Ostersonntag ist in Irland traditionell eher still. Zum Ende der Fastenzeit finden dann aber zahlreiche Tanzwettbewerbe auf den Straßen statt. Oft bekommt der Gewinner einen Kuchen.

Sehr bekannt ist auch das Heringsbegräbnis in manchen Orten. Hier werden Heringe zu Grabe getragen, um zu symbolisieren, dass die strenge Fastenzeit nun zu Ende ist.

Schottland
In Schottland werden auf den Hügeln zahlreiche Osterfeuer entfacht. Das ist wohl ein Überbleibsel aus der Zeit der Kelten, die so den Frühlingsbeginn bzw. die Tag- und Nachtgleiche feierten.

Schweden
In Schweden werden die Wohnungen mit Birkenzweigen und Federn dekoriert. Dabei dürfen die Federn gern bunt sein.
Am Gründonnerstag ziehen Kinder mit langen Röcken und Kopftüchern verkleidet als Osterweiber von Haus zu Haus und hinterlassen Osterbriefe. Hierzu werden oft vorgefertigte Zeichnungen ausgemalt oder Bilder gezeichnet. Als Gegenleistung erhoffen sich die Kinder Süßigkeiten oder Geld.
Wusstet ihr, dass in Schweden die Osterküken die Ostereier bringen?

child-837392_640

Finnland
In Finnland wird durch Ostern auch der Winter vertrieben. Kinder laufen am Ostersonntag durch die Straßen und machen so viel Lärm wie möglich, um die kalte Jahreszeit zu vertreiben.

Außerdem gibt es in Finnland die so genannte Birkenrute. Damit klopfen sich Freunde und Verwandte gegenseitig auf den Rücken. Das soll an die Folterungen erinnern, die Jesus erlitten hat und zugleich für Glück sorgen.

Lateinamerika
Da Ostern in Lateinamerika auf den Herbst fällt, werden vielerorts Altäre aufgestellt und mit Obst geschmückt.

Australien & Neuseeland
Hier ist der Osterhase nicht sehr beliebt. Das liegt daran, dass die Kaninchen, die ursprünglich nicht in Australien lebten, durch die Europäer aber nach und nach eingeführt wurden, viele einheimische Pflanzen zerstört und Tierarten ausgerottet haben. Vielerorts bringt daher statt dem Osterhasen der Bilby die Eier.
In Neuseeland übernimmt das Bringen der Ostereier der Kiwi.
Oft gibt es daher in den beiden Ländern in Supermärkten Schokoladenfiguren in Form von Bilbies, Kiwis und Hasen.

Afrika
In den meisten Ländern Afrikas wird Ostern als großes Familienfest gefeiert. Hier gibt es keine Ostereier, allerdings dafür ein großes Ostermahl.
Traditionell gibt es dazu Fufu, einen Brei aus Mais und Kochbananen. Auch andere tradionelle Gerichte kommen gern auf den Tisch.
Wusstet ihr, dass die Messe zu Ostern hier vielerorts bis zu vier Stunden dauert?

Wie feiert ihr euer Ostern? Ich bin gespannt auf eure Bräuche!

VEL PHOTOGRAPHY – tolle fotos in nürnberg

Vergangenes Wochenende hatten meine Freundin und ich einen Termin mit Velia von Vel Photography in Nürnberg. Die 24jährige Krankenschwester hat ein ganz besonders Hobby: Mit ihrer Kamera, einer Canon EOS 450D, geht sie auf Momentenfang. Dabei hatte sie schon rund 250 Shootings in und um Nürnberg.

Begonnen hat sie mit ihrem Hobby schon vor vielen Jahren – ungefähr als sie in der sechsten Klasse war. Da knipste mit der Digitalkamera ihres Vaters. 2010 ist sie dann auf eine Spiegelreflex umgestiegen, die sie mit 2 Objektiven verwendet.
Hauptsächlich kommen Personen oder Personen mit Pferden vor ihre Linse.

Wenn ihr Lust auf mehr tolle Fotos von Velia habt, schaut doch auf ihrer Facebook-Seite oder ihrem Instagram-Account vorbei – lasst doch einen Like da 😉

Apropos: Velia spart momentan auf eine neue Kamera. Wenn ihr sie dabei unterstützen wollt, klickt doch mal hier vorbei!

Das Copyright für alle Aufnahmen liegt bei Vel Photography.

BABYSCHUHE HÄKELN

Süße Sommerschühchen für die Kleinen – ich habe mich mal daran versucht und musste feststellen, dass es gar nicht so leicht ist, wie es aussieht. Anfangs waren meine Schuhe leider viel zu klein – ich musste also statt anfangs angedachten sieben ganze 15 Luftmaschen anschlagen, eine zusätzliche Reihe hinzufügen und deutlich lockerer häkeln, als ich es sonst tue.

Mit dieser ausgetesteten Anleitung kommt ihr kinderleicht zu euren eigenen Babyschuhen. Probiert es doch gleich mal aus!

Babyschuhe-haekeln-selbst

Was brauche ich dafür?
Eine Häkelnadel Nr. 4 oder größer und ein passendes Garn. Ich habe Sublime Cashmere Merino Silk DK 50g in der Farbe 357 Tiffany verwendet. Solltet ihr ein anderes Garn benutzen wollen, achtet darauf, dass es weich genug ist.
Für die Verzierung der Schuhe braucht ihr außerdem kleine Knöpfe. Bei mir sind das Holzknöpfe mit einem Durchmesser von 1,5 Zentimetern. Solltet ihr größere Knöpfe verwenden wollen, solltet ihr auch die Größe der Babyschuhe anpassen, da die Knöpfe sonst zu wuchtig wirken.

Und so funktionierts:
Schlagt zunächst 15 Luftmaschen an.
Achtet darauf, möglichst locker zu häkeln. So kann sich die Wolle später ideal an den Körper anpassen und macht schön warm. Da der Schuh ohnehin sehr klein ausfällt, ist er bei zu engen Maschen nicht benutzbar.

Nach den Luftmaschen folgt die erste Runde. Beginnt eine neue Reihe – am Ende der Reihe macht ihr 4 Maschen in die letzte Luftmasche und stecht dann in die Unterseite ein (rundherum häkeln). Am Ende der Runde wieder mit 4 Maschen in das Rundenende einstechen.

Maschenbild-haekeln

Für die zweite Runde 14 Maschen normal häkeln. In die 15. Masche kommen zwei Maschen, damit die Rundung schön eben verläuft. Darauf folgt eine normale Masche und wieder eine, in die ihr zwei Maschen häkelt.
Dann wieder 14 Maschen normal abzählen und wie auf der Hinrunde bei der 15. Masche zwei Maschen häkeln. Wieder eine normale und eine Masche, in die ihr zwei Maschen häkelt, abwechseln.

Runde Nummer 3 verläuft recht ähnlich der zweiten. Häkelt dieses Mal allerdings 15 Maschen, bevor ihr in die 16. Masche wieder zwei Maschen zieht. Es folgen zwei normale Maschen und eine doppelte. Wiederholt die Prozedur einschließlich der 15 Maschen.

Vierte Runde: 16 Maschen, 1 doppelte Masche, 3 Maschen, 1 doppelte Masche – 16 Maschen, 1 doppelte Masche, 3 Maschen, 1 doppelte Masche.
Fünfte Runde: 17 Maschen, 1 doppelte Masche, 4 Maschen, 1 doppelte Masche – und auch hier wiederholen.

Jetzt ist die Sohle des Schühchens schon fertig. Messt am besten nach – die Durchschnittsgröße eines Babyfußes beträgt 8 Zentimeter. Die Sohle sollte mindestens 8,5 cm lang sein. Ist das nicht der Fall, müsst ihr leider noch mal auftrennen und versuchen, möglichst locker zu häkeln.

Anleitung-Babyschuhe-haekeln

Mit der sechsten Runde geht es nach oben. Einfach einmal rund herum häkeln und je nur einmal in jede Masche einstechen.

In die folgenden 17 Maschen könnt ihr ebenfalls normal einstechen. Danach müsst ihr zwei Maschen zusammenfassen. Es folgen 3 feste Maschen und eine zusammengefasste. Nach 17 Maschen erneut zusammenhäkeln, 3 feste Maschen machen und die letzten beiden zusammenfassen.

In Runde Nr. 8 häkelt ihr 13 normale Maschen. Dann folgen 4 Stäbchen.
Dazu wickelt ihr die Wolle einmal in die Häkelnadel und überspringt 3 Maschen. In die vierte Masche wird eingestochen und etwas Wolle hindurchgezogen. Nun befinden sich drei Maschen auf der Häkelnadel. Durch die ersten beiden Wolle ziehen. Es bleiben zwei Maschen auf der Nadel. Dann durch die übrigen Maschen das Garn ziehen.
Danach wieder 13 normale Maschen häkeln. Am anderen Ende folgen halbe Stäbchen in die nächsten 8 Maschen. Das bedeutet insgesamt 4 halbe Stäbchen.
Für halbe Stäbchen müsst ihr ebenfalls die Wolle einmal um die Häkelnadel wickeln, bevor ihr dieses Mal in die übernächste Masche einstecht. Der Abstand ist also halb so groß wie beim Stäbchen.

Mit der neunten Runde geht das Schühchen schon dem Ende entgegen. Häkelt 13 Maschen normal. Dann folgen zwei Stäbchen und wieder 13 Maschen. Am Ende angelangt erneut halbe Stäbchen in die nächsten 8 Maschen häkeln. Schließt die Reihe mit einer oder zwei (je nachdem wie euer Schuh ausfällt) festen Maschen ab. Ihr solltet mit der Häkelnadel nun etwa auf einem Drittel bei der Hälfte des Schuhs sein.

Babyschuhe-haekeln

Dann könnt ihr beginnen, den ersten Riemen zu häkeln. Dafür geht es direkt am Schuh weiter. Schlagt 15 Luftmaschen an. Am Ende eurer Reihe überspringt ihr 4 Maschen, bevor ihr in die fünftletzte Masche wieder einstecht. Das gibt euer Knopfloch. Solltet ihr also größere Knöpfe als ich verwenden, kann es sein, dass ihr das Riemchen etwas länger machen müsst, um mehr Maschen zurückgehen zu können.
Ab dann zum Ende der Reihe zurückhäkeln. In die Anfangsmasche kommt die Schlussmasche, um einen sauberen Abschluss zu bekommen.
Lasst genügend Garn überstehen, damit ihr es sauber vernähen könnt.
Nun zum zweiten Riemchen. Stecht mit der Häkelnadel gegenüber des ersten Riemens ein und häkelt 15 Luftmaschen. Auch hier wieder in die fünftletzte Masche einstechen, zurückhäkeln und anschließend mit dem Schuh vernähen.

Wenn ihr genügend Wolle übrig gelassen habt, könnt ihr damit auch noch eure Knöpfe annähen. Viel Spaß beim Ausprobieren!
Gibt es etwas, was ihr gerne häkelt? Dann lasst es mich wissen.
Kerstin

 

PFANNKUCHEN-GEMÜSE-WRAP

Unglaublich, das Wetter der letzten Tage! Bei so viel Sonnenschein und warmen Temperaturen hat man doch Lust auf etwas locker-leichtes. Wie wäre es mit Pfannkuchen-Gemüse-Wraps? Gehen schnell und einfach und schmecken superleicht.

Pfannkuchen-Gemüse-Wrap.jpg

Zutaten für 10 Wraps:
250 g Mehl
300 ml Milch
4 Eier
etwas Fett

250 g Quark
100 g Frischkäse
1 Knoblauchzehe
1 Zwiebel
1 Paprika
2 Karotten
1/2 Salatgurke
2 Essiggurken
1 Dose Mais
100 g Gouda
100 g Kochschinken
Gewürze & Kräuter

Und so geht’s:
Mehl mit Milch und Eiern zu einem Pfannkuchenteig vermengen. Gut umrühren – der Teig soll wie bei Pfannkuchen auch eher dünnflüssig sein. Eine Pfanne erhitzen und Margarine darin schmelzen. Anschließend etwa einen Schöpflöffel Teig darin verteilen. Achtet darauf, dass der Teig nicht zu dick ist, da die Pfannkuchen sonst nicht mehr so gut schmecken und schwer zu rollen sind. Erhitzt den Pfannkuchen und wendet ihn nach gegebener Zeit. Alle Pfannkuchen auf einem Teller stapeln.

Während die Pfannkuchen backen, könnt ihr schon mal mit der Gemüsefüllung beginnen. Dafür Zwiebeln, Paprika Karotten, Gurken, Gouda und Kochschinken in kleine Würfelchen schneiden. Nach Belieben könnt ihr das Ganze gern auch noch um anderes Gemüse oder Pilze ergänzen.
Die Knoblauchzehe fein hacken. Gemeinsam mit einer Dose Mais in die Schüssel geben und mit Quark und Frischkäse verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Paprikagewürz abschmecken und mit frischen Kräutern verfeinern.

Anschließend etwa 2-3 Esslöffel Gemüsefüllung auf den Pfannkuchen geben und gut verteilen. Den Pfannkuchen zu einem Wrap rollen und auf den Teller legen.

Bleiben euch ein paar Pfannkuchen übrig? Gar kein Problem: Den Rest könnt ihr in dünne Streifen schneiden und einfrieren. Dann gibt es bei Gelegenheit leckere Pfannkuchensuppe!

Viel Spaß beim Entdecken
Kerstin

SCHLOSS GRÜNAU IM AUENZENTRUM

Kennt ihr eigentlich schon Schloss Grünau? Ein wunderschönes Jagdschloss im Auenzentrum bei Neuburg, das im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Besonders bei dem schönen Wetter der letzten Tage ist hier einiges los – zahlreiche Spaziergänger und Radler trifft man auf den Wegen.

Dabei ist das Schloss selbst nicht die Hauptattraktion. Zwar finden hier regelmäßig Krimidinner statt und die Location wird auch gern für Hochzeiten und andere Feste gebucht – ansonsten ist das Schloss aber für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Wer sich das Schloss ganz ohne Krimidinner oder Hochzeit gern mal von innen ansehen möchte, für den ist der Markt „Kunst Kultur Garten“ vom 25.-28. Mai eine gute Idee.
Für 6 Euro Eintritt kann man dort nicht nur Teile des Schlosses bestaunen, sondern auch Kunstwerke jeglicher Art.

Rund um das Schloss befindet sich das Auenzentrum. Hier gibt’s viele Themenwege, zum Beispiel „Zurück zur Natur“ oder „Die große Auenrunde“. Letztere führt über 26 km bis zur Staustufe nach Bergheim.
Zahlreiche Infotafeln stehen an allen Wanderwegen und machen den Spaziergang nicht nur für die Kleinen interessant.
Momentan blühen im Auenzentrum bei Schloss Grünau auch wieder wunderschöne Märzenbecher – wem also der Märzenbecherwald Ettenstatt zu klein ist, der kann es gern auch mal hier versuchen.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

VORGESCHICHTLICHER WEG

Der Rundweg beginnt bei Waizenhofen, einem kleinen Ort 5 km südlich von Thalmässing und 9 km nördlich von Titting. Bei schönem Wetter starten hier Paraglider ihre Flüge. Einige Meter vor deren Startplatz findet man bereits die erste Infotafel mit einer Wegbeschreibung. Allgemein ist der Weg sehr gut beschrieben, weshalb man sich auch ohne extrige Wegbeschreibung gut zurechtfindet.

Thalmässing

Zunächst geht es bergab in Richtung Thalmässing. Dort befindet sich das Vor- und frühgeschichtliche Museum, in dem sich die Geschichte der Besiedlung der Region erkunden lässt. Das Museum ist auch für Kinder gut geeignet. So lassen sich sechs Epochen kennenlernen.

Archäologisches-Museum-Thalmässing

Weiter geht es durch den Wald, vorbei an einer vorgeschichtlichen Abschnittsbefestigung am Waizenhofener Espan und einem Grabhügel der Bronze- und Hallstattzeit. Diese Grabhügelfelder gehören zu den größten in Mittelfranken. Es besteht aus mehr als 35 Grabhügeln, die noch heute gut erkennbar sind. Nahe Gerbersdorf finden sich weitere dieser Grabhügel.
Im Thalachtal verlief vermutlich ein früher Weg zu einer alten Siedlungslandschaft. Hier wurden zahlreiche Funde aus frühen Zeiten sichergestellt.
Der Rückweg führt an Landersdorf vorbei, wo sich das Geschichtsdorf Landersdorf befindet. Rekonstruktionen von Steinzeithäusern und Gebäuden aus der Keltenzeit lassen sich hier bestaunen.

Fallschirm-Waizenhofen

Der Rundweg hat eine Länge von 12 Kilometern. Allerdings gibt es in der Gegend auch weitere Archäologische Wanderwege: Den Keltenweg mit einer Länge von 5 km und den Mittelalterweg mit 6 km.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

 

SCHLOSS MÖHREN

Als Kind war ich Fan von TKKG – einer Clique von kleinen Detektiven, ähnlich der Drei Fragezeichen oder der Fünf Freunde. Ich hatte unzählige Bücher und auch ein Hörspiel. An letzteres kann ich mich besonders gut erinnern: Die vier waren im Schullandheim in einem echten Schloss untergebracht und lösten dort einen spannenden Fall. Die Übernachtung auf dem Schloss war für mich damals mindestens genauso spannend wie der Fall selbst.

Am vergangenen Wochenende war es dann auch für mich so weit: Meine erste eigene Übernachtung auf einem Jagdschloss. Dafür ging es nach Möhren, einem Ort nahe Treuchtlingen. Hoch über dem Ort befindet sich das Schloss, das Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut wurde. Seit 2004 sind darin vier Ferienwohnungen untergebracht: die Pförtnerwohnung, das Schlosstor, die Turmwohnung und das Schweizer Haus. Letzteres ist ein eigenes Ferienhaus für bis zu sechs Personen.

Schloss Möhren

Das Abenteuer beginnt
Als wir am Samstag in unserer Wohnung, dem Schlosstor, ankommen, erwartet uns ein liebevoll gestaltetes Zimmer mit wunderbaren Ausblick über das Örtchen Möhren.
Die Burgherren haben beim Herrichten des Zimmers viel Liebe zum Detail an den Tag gelegt – besonderes Highlight: die alte Badewanne, die aussieht, als wäre sie noch aus Großmutters Zeiten. Hier lässt es sich super entspannen.

Außerdem hat die Wohnung eine kleine Küche und ein Schlafzimmer mit moderner Sitzecke und einem Fernsehgerät. Und am Abend entdecken wir das Geheimnis der Wohnung – die unscheinbar wirkende Tür neben der zum WC führt in eine obere Etage. Direkt unter dem Dachstuhl befindet sich ein Zimmer, das so groß wie die übrige Wohnung ist.
Sandra, die Besitzerin des Schlosses, erzählt uns am nächsten Tag, dass dort in den Sommermonaten zusätzlich ein Palettenbett aufgestellt ist. So wird aus der Wohnung für zwei Personen schnell eine Wohnung mit Platz für die ganze Familie.

Im Sommer ist das Schloss ein echtes Kinderparadies. Hier gibt es viel Platz zum Spielen und direkt vor dem Schlosstor gibt es eine große Wiese, von der uns Sandra erzählt, dass die größeren Kinder im Sommer darauf gern zelten. Bei einer lauschigen Sommernacht verirren sich hin und wieder auch Rehe und andere Tiere auf den Platz. Geduldig sein lohnt sich.

Nachdem wir unsere Siebensachen in der Wohnung verstaut haben, beschließen wir, die freie Zeit für eine Wanderung zu nutzen. An Schloss Möhren führen zahlreiche Wanderwege vorbei, beispielsweise nach Gundelsheim oder zum Uhlberg.
Auf letzterem befindet sich die Ruine einer alten Kirche – angeblich soll es hier spuken. Da wir schon vor einigen Jahren auf dem Uhlberg wandern waren, geht die Wanderung dieses Mal nach Treuchtlingen.

Auf dem Weg dorthin kommen wir an alten Steinbrüchen vorbei – faszinierend, was man dort noch alles finden kann. Neben Schrott und Müll, der sich im Laufe der Jahre dort angesammelt hat, steht hier auch ein riesiger Steinbruchkran. Er wurde nie abgebaut und fällt nun nach und nach zusammen.
Einige hundert Meter weiter begegnen wir Gämsen. Sie bleiben in Sichtweite stehen, sodass wir sie ein bisschen beobachten können. Ein weiteres Highlight unseres Kurzurlaubs: Gämse im Altmühltal.
In Treuchtlingen geht es lecker griechisch Essen ins neu restaurierte Restaurant Delphi.

Strahlender Sonnenschein am zweiten Tag
Am nächsten Morgen weckt uns der Duft von frisch gebackenem Brot. Sandra hat uns einen Laib Brot vor die Wohnungstür gestellt. Nach unserem leckeren Frühstück unternehmen wir einen kleinen Morgenspaziergang. Nur wenige Meter vom Schloss entfernt fressen zwei Rehe. Sie bemerken uns zwar, machen aber keinerlei Anstalten, davonzulaufen. Schade, dass wir unsere Kamera vergessen haben …

Um 11 Uhr sind wir mit Sandra zu einer Schlossführung verabredet. Wir warten auf dem Innenhof, als sie plötzlich im Mittelalterkleid hinter uns auftaucht.
Diese Schlossführung bietet sie all ihren Übernachtungsgästen an. Meistens findet die Führung allerdings an Dienstagen statt und ist besonders für die Kinder ein echtes Highlight; denn am Ende der Schlossführung steht ein echter Ritterschlag.

Gemeinsam betreten wir das Schloss, das im ersten Stock von Sandras Schwiegereltern bewohnt wird. Im Erdgeschoss befindet sich eine beachtliche Privatsammlung von Sandras Schwiegervater Mike, den wir ebenfalls kurz kennenlernen. Ein Flügel, Helme, Souvenirs aus seinen Reisen nach Ägypten – hier findet sich fast alles, was man auch in einem echten Museum erwarten könnte. In einem der Bücherzimmer gibt es ein kleines Krönchen, das mir Sandra aufsetzt – so schnell wird man auf Schloss Möhren zur Prinzessin 😉

Weiter geht es über das Treppenhaus der ehemaligen Bediensteten in deren Zimmer. Wenige Schritte weiter kommen wir in einen Raum mit grün-blauen Blümchentapeten. Das Zimmer erinnert sehr an die 70er Jahre und Sandra erzählt uns, dass dort zuletzt eine Nonne gelebt hat. Seither wurde in dem Raum nichts verändert.

Wir gehen die Stufen nach oben, bis wir auf dem Turm des Schlosses angelangt sind. Von hier aus hat man einen noch viel besseren Ausblick über Möhren. Vor einem der Fenster entdecken wir ein Spinnrad. Wir fühlen uns sofort an das Märchen von Dornröschen erinnert.

Doch damit noch nicht genug: Wieder unten angekommen führt uns Sandra in die ehemalige Pförtnerwohnung, die inzwischen ebenfalls eine Ferienwohnung ist. Hier gibt es gleich zwei Besonderheiten.
Eine davon ist der Wohnzimmertisch der Wohnung – ein ehemaliger Schneidetisch aus der Privatsammlung ihres Schwiegervaters. Hier wurden Filme geschnitten. Über dem eigentlichen Schneidetisch ist jetzt eine Glasplatte angebracht – Geschichte zum Anfassen, sozusagen.

Die zweite Besonderheit befindet sich wie unser Aufgang in den Turm hinter einer hölzernen Tür mit Riegel. Öffnet man die Tür geht es einige Stufen nach unten zum ehemaligen Geheimgang der Burg. Inzwischen ist der Gang zugefüllt, da er einsturzgefährdet ist. Ursprünglich führte er aber ins andere Haupthaus des Schlosses und in die Kirche nach Möhren. Die Geschichte des Fundaments des Schlosses geht zurück bis ins Jahr 1137. Hier unten fühlt man sich fast ein bisschen wie im mittelalterlichen Kerker.

Wer Lust bekommen hat, seinen Urlaub auch auf so tolle Weise zu verbringen, sollte unbedingt auf der Seite von Schloss Möhren vorbeischauen. Hier findet ihr nicht nur alle Infos rund um das Schloss und euren nächsten Urlaub sondern auch einen Blog mit Ausflugstipps in Bayern und im Altmühltal.

Viel Spaß beim Entdecken!
Kerstin

[sponsered post]