HÖXTER (Gastbeitrag)

Höxter – meine Wahlheimat. Denn ursprünglich komme ich vom Niederrhein, doch nun hat es mich ins Weserbergland verschlagen. Ganz anders sieht es hier aus, als in meiner Heimat und dazu tragen nicht nur die alten Fachwerkhäuser bei. Höxter ist auch sehr viel bergiger, als mein kleines Heimatdorf und hat deutlich mehr Einwohner und eine große Gastronomie. Hier Eckdaten über Höxter nieder zuschreiben, erscheint mir nicht wirklich passend, denn ich möchte euch Höxter heute ganz exklusiv aus der Sicht eines Neuankömmlings vorstellen.

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Knapp 2 Monate wohne ich nun schon im schönen Höxter, aber schon sehr viel länger fasziniert mich diese Stadt. Ich bin hier oft lang gefahren, wenn ich am Wochenende vom Wohnheim aus meinen Herzensmann besucht habe. Jedoch kam ich immer nur über die Weserbrücke und die eine kleine schmale Straße mit ihren hübschen Fachwerkhäusern, doch das hat gereicht & es war um mich geschehen!

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Kultur und Geschichte.

Höxter hat viel an Kultur und Geschichte zu bieten, was nicht nur am Weltkulturerbe Corvey liegt. Mitten in der Stadt gibt es viele schmale Gassen, viele unentdeckte hübsche Häuschen. An manchen Stellen liegen Stolpersteine, versehen mit Namen aus Zeiten, die die Menschheit lieber vergessen möchte. Nicht nur Stolpersteine, sondern auch das viel verteilte Kopfsteinpflaster, sind Zeugen aus alten Zeiten. Auch viele denkmalgeschützte Häuser kann man mit wunderschön verzierten Fronten bewundern und das finde ich mit das Schönste an der Innenstadt, denn ich war schon immer ein großer Fan von Freilichtmuseen mit Häusern und Geschichten aus alten Zeiten – bei einem Rundgang durch Höxter fühle ich mich immer wie in einem Freilichtmuseum!

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Naturgebiete

Nicht wenige Schritte außerhalb der Stadt findet man die Natur – sie ist trotz des kleinen Stadt-Charakters immer sehr präsent, da Höxter einfach von vielem freien Land und Wald umgeben ist. Egal in welche Richtung man fährt, es gibt immer ein hübsches Fleckchen Natur zu entdecken. An einem sonnigen Nachmittag sind der Herzensmann und ich zu einer wunderschönen Holzbrücke gefahren, die wir eines Tages beim Vorbeifahren entdeckt haben. Der kleine Ort war wie ein unberührter Fleck und trotz der Straße, die in unmittelbarer Nähe vorbei führt, konnten wir für einige Stunden die Natur genießen und den Alltag vergessen. Da ich ein richtiger Naturmensch bin, sind mir diese kleinen Auszeiten in der Natur natürlich sehr wichtig & in Höxter ist dies an vielen hübschen Orten möglich, denn es gibt hier die Erlesene Natur mit ihren Buchenwäldern, dem Wasserdrachen auf der Spur, Erfrischung im Reich der Prachlibellen und vielem mehr.

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Die Weser

Nicht einmal 1 Kilometer von unserer Wohnung entfernt kommt man zum Dampferanleger und damit auch zur Weser. Von Höxter aus kann man einen ganzen Nachmittag auf dem Dampfer über die Weser schippern, es gibt aber auch noch viele weitere Möglichkeiten die Weser zu erkunden wie mit dem  Kanu – hier gibt es auch die Möglichkeit an verschiedenen Anlegestellen anzuhalten und zu picknicken! Rund um die Weser führen aber auch zahlreiche Randwanderwege, so kann man der Weser auf über 500 Kilometern mit dem Fahrrad folgen. Dabei wird das Weserbergland vor allem von Burgen, Schlössern, Märchen- und Sagengestalten begleitet. Um Höxter herum führt aber auch ein kleiner Weg direkt an der Weser vorbei, der ideal für einen kleinen Sonntagsspaziergang mit anschließendem Kaffee oder aber einer kleinen Schwimmrunde im Godelheimer See geeignet ist.

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Freizeitanlage Godelheimer See

In unmittelbarer Nähe von Höxter, liegt der Godelheimer See mit seiner Freizeitanlage. Der See mit seinem hübschen Strand und Liegewiesen ist frei zugänglich (kein Eintritt) und liegt unmittelbar am Weserrandweg, sodass er die Möglichkeit für ein kleines Päuschen oder aber auch einen ganzen Tag Entspannung bietet. Wer mit dem Auto anreist, kann für 7€ den ganzen Tag am See parken, stundenweise gibt es eine Gebühr von 1,50€. Der See bietet aber nicht nur Badespaß, denn auch Tretboot- & Schlauchboot fahren ist ganz wunderbar auf dem hellblauen Nass. Auch für das leibliche Wohlergehen ist durch die Strandbar „Strandgut“ gesorgt. Zum Abschluss des Sommers gibt es dann noch das  Summer City Beats Festival am Godelheimer See.

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Rund um Höxter

Wenn man schon einmal das Weserbergland bereist, dann sollte man sich aber nicht nur auf Höxter beschränken, weitere sehenswerte Fleckchen sind zum Beispiel der Teutoburger Wald, die Klosterregion, Schloss Fürstenberg mit seiner Porzellanmanufaktur und Schloss Bevern, sowie die Externsteine und das Hermannsdenkmal.

Zum Schluss kann ich wirklich sagen, dass sich ein Ausflug in den Kreis Höxter wirklich sehr sehr lohnt! In der Innenstadt gibt es zahlreiche Restaurants und Cafes, in und um Höxter rum hübsche kleine Hotels und eine Menge an Natur, Kultur und Geschichte zu sehen & zu erleben!

 

Aileen bloggt über Cupcakes, Mode und ihre beiden Zwergkaninchen. Außerdem findet ihr auf -be happy. tolle Buchrezensionen und DIYs. Ein Blog, bei dem für jeden Geschmack und ganz bestimmt für jeden guten Geschmack etwas dabei ist.
Denn Aileen macht wunderschöne Fotos und schreibt sehr kreative Beiträge.
Klick doch mal rein!

SCHLOSS ARNSBERG

Auf einem 120 Meter hohen Steilfelsen trohnt Schloss Arnsberg. Die Ursprünge des Schlosses gehen zurück bis ins 12. Jahrhundert. Heute befindet sich in der ehemaligen, restaurierten Vorburg ein Hotel mit Tagungsmöglichkeit und ein Schlossrestaurant.
Die Vorburg kann auch für Privatfeiern gemietet werden.

Eingang Schloss Arnsberg Tor

Eigentliches Highlight ist allerdings die Hauptburg des Schlosses. Sie ist inzwischen nur noch als Ruine vorhanden und frei zugänglich.
Von hier aus hat man einen atemberaubenden Ausblick über das schöne Altmühltal und die Schlaufen des Flusses.

Schloss-Arnsberg-Ruine

Schloss-Arnsberg-Ausblick-Altmuehltal

Schloss-Arnsberg-Ausblick

Apropos: Wusstest du, dass Teile der ursprünglichen Mauern von Schloss Arnsberg für den Bau von Schloss Hirschberg verwendet wurden?

Schloss-Arnsberg-Altmuehltal

Schloss-Arnsberg-Weg
Direkt am Schloss vorbei führt der Schmetterlingsweg mit einer Länge von 11 Kilometern. Der Rundwanderweg lässt sich in etwa 3 Stunden gehen und führt auch durch Kipfenberg, wo es sich prima einkehren lässt.

EISENHÜTTENSTADT (Gastbeitrag)

Im Rahmen des Projektes „Einmal quer durch Deutschland“ schreibe ich heute über das kleine aber feine Eisenhüttenstadt. Ganz kurz zu meiner Person, ich bin Lisa-Marie 19 Jahre alt und habe erst vor kurzem wieder angefangen richtig aktiv zu Bloggen.

Eisenhüttenstadt dürften vielen aus einem Grund bekannt sein, es entstand nämlich in den 1950er Jahren als Planstadt. Eigentlich hatte diese kleine Stadt immer zu kämpfen, weil immer mehr Leute wegzogen. Doch seit 2015 geht es wieder bergauf. Zwar wohne ich 15 Minuten entfernt aber ich fand, dass es sich lohnt Eisenhüttenstadt vorzustellen.

1. Fürstenberg

Fürstenberg ist ein Ortsteil von Eisenhüttenstadt und sowohl bei den Einheimischen als auch bei den Touristen beliebt. Besonders die Fahrradfahrer machen dort gerne eine Tour. In jeder Gasse findet man kleine Läden, manchmal sehr versteckt aber das durchsuchen der Gassen lohnt sich sehr oft. Selbst ich finde immer wieder neue Läden. Den Bäcker Fürstenberger Backhaus kann ich euch sehr empfehlen, dort wird alles selbst gemacht und so schmeckt es wirklich. Ich verlasse diesen Bäcker mit gefühlten 5kg mehr. Im August findet auch immer wieder das Jährliche Brückenfest statt und sollte jemand zu dieser Zeit da sein, kann man dort ruhig mal vorbeischauen. Die Fürstenberger stellen das jedes Jahr aufs Neue wieder gut auf die Beine!

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2. Lindenalle

Die holprige Straße ist nicht zu verfehlen, sie befindet sich nämlich direkt gegenüber von dem Einkaufszentrum. Zu diesem kommen wir noch. Auch die Lindenalle bietet einige Shopping Möglichkeiten. Besonders die Bücherwürmer werden hier fündig, es gibt dort nämlich einen Bücherladen. Dieser ist zwar nicht unglaublich groß aber man findet trotzdem immer wieder Lesestoff. Das beste in der Lindenalle ist aber ein Essenslokal und auf dieses wollte ich auch hinaus. Morettis ist ein eher gemütliches Lokal, welches aber den Magen vollends glücklich macht. Mein Freund und ich gehen dort immer wieder sehr gerne hin, das Preisleistungsverhältnis stimmt nämlich. Dort bezahlt man für ein Gericht durchschnittlich 7€. So schmeckt es aber nicht, sondern viel besser. Wer Pizza, Pasta, Salate, Bürger und Co liebt muss dorthin.

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3. City Center

Das City Center war jahrelang wirklich ausgestorbenen. Seit diesem Jahr bietet es aber wieder tolle Möglichkeiten um sein Geld auszugeben. Mittlerweile gibt es dort wieder allerhand Läden und auch ein tolles Café, in dem man gemütlich etwas Trinken und Essen kann.

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Lisa-Marie bloggt auf chaosmariechen.de und bereichert die Aktion „Einmal quer durch Deutschland“ gleich mit 3 spannenden Gastbeiträgen. Ihr dürft euch noch auf einen Ausflug nach Frankfurt an der Oder und nach Beeskow freuen!
Auf chaosmariechen.de schreibt Lisa-Marie über Reisen, stellt tolle Buchtipps vor und berichtet über Serien und Filme. Vorbeischauen lohnt sich!

MEINE LIEBLINGSBLOGS – zusammenfassung mai

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, habe ich im Mai bei der Blogaktion „Meine Lieblingsblogs“ von Christin auf Nochedeverano teilgenommen. Dabei hat Christin sämtlichen Teilnehmern Fragen gestellt, die sie auf ihren eigenen Blogs beantwortet haben. Dabei ging es unter anderem darum, wie man zum bloggen gekommen ist und worüber man am liebsten schreibt.

Kirschblüten

Am Ende des Monats hat Christin unter allen Teilnehmern einen Gewinner gekürt – im Monat Mai war das Helene von einfachhelene.com – ein spannender Blog mit dem Motto „Ich zeige euch die spannenden Dinge im Leben“. Dazu gehören für Helene Fashiontrends, Beautytipps und Lifestyle.

Wenn ihr Helenes Interview, meines und das der anderen Teilnehmer lesen wollt – Christin hat alle Blogs in ihrem kostenlosen e-Book veröffentlicht. Schaut doch mal vorbei.
Und wenn ihr selbst einen Blog habt: Christin sucht auch für den Monat Juni noch nach ihrem Lieblingsblog. Vielleicht ja eurer? 🙂

ARNDTHÖHLE ATTENZELL

Etwa 750 m nordöstlich von Attenzell entfernt liegt die Arndthöhle. 80 Stufen führen uns ins Herz der Höhle. Ganze 30 Meter tief ist sie – entstanden aus Karsthohlräumen.
Im Inneren hatte sich einst Karstwasser gesammelt, das die Höhle formte, bevor das Wasser durch zwei Abflusskamine entfloss.

Arndthöhle Attenzell

Zurück blieb die heute bekannte Arndthöhle, die unter Denkmalschutz steht. Betreten kann man sie dennoch – allerdings ohne Führung und auf eigene Gefahr.
Informationen zur Höhle liefert ein kleines Infoschild direkt vor der letzten Abzweigung zur Arndthöhle.
Rund um die Höhle ist ein Geländer angebracht, durch das man die Höhle von außen beobachten kann. Betonstufen führen dann ins Innere hinein.

Arndthöhle Wegweiser

Arndthöhle Aufgang Treppen

Wenn ihr euch zu einem Ausflug entscheidet, vergesst auf keinen Fall eure Taschenlampe. Im Inneren der Höhle gibt es einiges zu entdecken.
Da es in der Arndthöhle auch im Sommer kühl bleibt, solltet ihr euch warm anziehen oder eine Jacke mitnehmen, wenn ihr auf Erkundungstour gehen wollt.

Arndthöhle

Im Winter ist der Zutritt zur Höhle verboten, weil dort Fledermäuse überwintern. Auch die Höhlenspinne und Nachtfalter nennen die Arndthöhle ihr Zuhause.

 

Der Weg zur Arndthöhle ist ab Attenzell an der Straße angeschrieben. Einen extra ausgewiesenen Parkplatz gibt es leider nicht, vielleicht könnt ihr aber in oder um Attenzell herum einen Parkplatz finden.
Der Besuch der Arndthöhle lässt sich auch super mit einer Wanderung kombinieren. Vielleicht ja nach Schloss Arnsberg oder entlang des Mühlenwegs?

BAD DOBERAN (Gastbeitrag)

Mein Name ist Stefan und in diesem Gastartikel für die Aktion „Einmal quer durch Deutschland“ möchte ich meine derzeitige Heimatstadt vorstellen.

Das kleine Städtchen Bad Doberan befindet sich nur etwa 10 Autominuten entfernt von der Ostseeküste und hat derzeit ca. 11.000 Einwohner. Im Sommer finden auf der angrenzenden Pferderennbahn regelmäßig Rennen statt, die sehr beliebt sind bei den Einheimischen und Touristen. Die berühmte Bäderbahn mit dem einprägsamen Namen „Molli“ fährt täglich mehrmals durch die Stadt bevor sie ihre Fahrt nach Heiligendamm und zum Endbahnhof Kühlungsborn antritt. Im folgenden Artikel stelle ich drei wichtige Sehenswürdigkeiten von Bad Doberan näher vor, die die Stadt so besonders machen.

Bad Doberan Muenster

Sehenswürdigkeit – Nr. 1: Das Bad Doberaner Münster

Das Bad Doberaner Münster hat eine lange Geschichte. Es ist die Kirche des 1186 gegründeten Zisterzienserklosters und ist die einzige Backsteinkirche in der Stadt. Im Zuge der Reformation beherbergte sie Grabstätte für die landesherrliche Familie und wurde oft restauriert. So fanden z. B. im 19ten Jahrhundert zahlreiche Restaurierungsschritte nach Plänen des Architekten Möckel statt. Auch verschiedene umfangreiche und regelmäßige Sicherungsmaßnahmen wurden seit dem Jahr 1964 nach und nach durchgeführt. Das Bad Doberaner Münster ist architektonisch gesehen eine dreischiffige, kreuzrippengewölbte Basilika, die bei Touristen und Besuchern der Stadt ein beliebtes Reiseziel ist.

Die Kirche selbst erstreckt sich auf insgesamt 9 Joch Länge und ist mit einem 5/8 Binnen-Chorschluss ausgestattet. Der Chorumgang verläuft umlaufend und ist mit einer Anzahl von insgesamt fünf Kapellen besetzt. In seiner äußeren Form ist das Münster eher schlicht, wohingegen der innere Raum durch zahlreiche Farben geprägt ist. Im den gesamten inneren Räumlichkeiten befinden sich zahlreiche unterschiedliche Ausstellungsstücke, die sehr wertvoll sind und aus der Zeit des Mittelalters stammen.

Bad Doberan Moeckelhaus

Sehenswürdigkeit – Nr. 2: Das Möckelhaus

Der Bau des Möckelhauses, das zu Ehren von Gotthilf Ludwig Möckel in den Jahren 1886 – 1888 erbaut wurde war ständiger Wohnsitz des Architekten. Er wohnte in diesem schönen Gebäude bis zu seinem Tod 1915. 1934 wurde das Haus dann der Stadt übergeben, die das Möckelhaus fortan für ein die Unterbringung eines Museums nutzte. Im Jahr 1945 wurde das Stadtmuseum allerdings aufgelöst. Erst seit 1958 ist darin die Sonderschule von Bad Doberan untergebracht. 1981 fanden umfangreiche Rekonstruktionsarbeiten statt, bevor es dann auch als Standesamt verwendet wurde. In den folgenden Jahren folgten immer wieder zahlreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen.

Bad Doberan Roter Pavillon

Sehenswürdigkeit – Nr. 2: Der rote Pavillon auf dem Kamp

Der Rote Pavillon wurde bereits im Jahr 1808 vom damals amtierenden Herzog in Auftrag gegeben. Er sollte ein Ersatz für die Holzbuden sein, die damals das Bild des Kamps prägten. Der eigentliche Bau des außergewöhnlichen Pavillons begann dann im Sommer 1808. Die architektonische Form wurde vom Baumeister Severin entwickelt, der ein Gebäude in seiner äußeren Hülle veränderte, das er in seinem Exil in Dänemark gesehen hatte. Rechtzeitig zur Badesaison war der Rote Pavillon dann fertig und konnte in Betrieb genommen werden. Der achteckige Bau ist in seinem Stil eine Kombination aus Klassizismus und Chinoiserie. Ursprünglich wurde der Bau als Musikstätte und Ausschank genutzt. Neben dem größeren weißen Pavillon, der sich in direkter Nähe befindet, wird der Rote Pavillon auch oft als „kleiner“ Pavillon bezeichnet.

Fazit: Mir gefällt meine Heimatstadt Bad Doberan. Besonders attraktiv ist mit Sicherheit die Nähe zur Ostsee und zum nicht weit entfernten Seebad Heiligendamm. Aber ach die architektonischen Sehenswürdigkeiten wie z. B. das Bad Doberaner Münster können sich sehen lassen.

Stefan beschreibt und fotografiert architektonische Beispiele für archipilot.net. Er selbst hat Architektur studiert und schreibt gerne Texte, die Bauwerke behandeln, die sich sehen lassen können.
Dabei stellt er auf seinem Blog tolle Gebäude rund um die Welt vor. Klickt doch mal rein und lasst euch begeistern! 

LÜBECK – KLEIN, ABER FEIN (Gastbeitrag)

Lübeck, die ehemalige Königin der Hanse ist heute eher unbedeutend und den wenigsten bekannt. Zwei Gruppen von Menschen kennen diese Stadt trotzdem, und das weltweit: Marzipan-Liebhaber und Literaturbegeisterte. Aber auch für alle anderen lohnt sich ein Besuch in der Stadt der sieben Türme und kurzen Wege.

Lübeck - Kirchturm

Eine Sage nach wurde das Marzipan 1407 in Lübeck erfunden. Gut, diesen Anspruch erheben auch andere Städte, aber das Lübecker Marzipan hat besonders hohe Qualitätsanspüche und gilt daher als eines der besten überhaupt.

Dann wären da noch die drei Nobelpreisträger, zwei davon für Literatur, die Lübeck für sich beansprucht und ehrt.

Und sonst? Was ist das besondere an Lübeck, das jedes Jahr unzählige Touristen in die kleine Hansestadt zieht?

  1. Lübeck ist eine Museumsstadt

Nicht nur, dass es wirklich viele Museen gibt, nein, die gesamte Altstadt ist seit 1987 UNESCO Weltkulturerbe. Ein gemütlicher Stadtbummel ist somit gleichzeitig eine kulturelle Unternehmung, denn an allen Ecken und Enden gibt es etwas Historisches zu entdecken.

Lübeck - Altstadtgassen

Sei es eine der Kirchen, dessen Türme das Stadtbild dominieren, der Marktplatz mit der kunstvollen Fassade des Rathauses oder die aufwendig restaurierten alten Kaufmannshäuser.

Auch, wenn man wie ich, schon sein Leben lang durch Lübeck geht, überrascht einen die Schönheit der Stadt immer wieder aufs Neue bei so manchem achtlos schweifenden Blick.

  1. Lübeck ist eine Stadt voller Sagen und Mythen

Seit der Stadtgründung in 1143 hat sich so einiges ereignet, was im Laufe der Zeit zu Sagen und Mythen ausgeweitet wurde. Ein historischer Altstadtkern mit kleinen und engen Gassen, durch die im Herbst der Nebel zieht, ist nun einmal prädestiniert dafür die Geburtsstätte von so einigen unglaubwürdigen Geschichten zu sein.

Die Lübecker Kirche St. Marien wurde zum Beispiel mit der Hilfe des Teufels erbaut. Erst am Ende erkannte er, dass er reingelegt wurde und um ihn zu besänftigen, bauten die Lübecker gleich nebenan ein Wirtshaus. Eine niedliche Teufelsstatue vor der Kirche erinnert noch heute an diese Begebenheit.

Lübeck - Teufel vor Marienkirche

  1. Lübecker lieben den Genuss

Wer gerne schlemmt, ist in Lübeck genau richtig. Allein mit Marzipanverkostungen kann man einen ganzen Tag ausfüllen und gerüchteweise sollen schon Eheschließungen daran gescheitert sein, dass man sich nicht einigen konnte, von welchem Marzipanhersteller die Hochzeitstorte bezogen werden soll. Denn auch, wenn mehrere dazu berechtigt sind die Bezeichnung „Lübecker Marzipan“ zu führen, welches das einzig wahre und echte ist, darüber wird innerhalb Lübecks heftig diskutiert.

Lübeck - Marzipansalon

Bei Marzipan hört es aber nicht auf, sondern fängt gerade erst an. Frischer Fisch direkt vom Kutter, handgemachte Bonbons und Lübecker Rotspon (ein roter Fasswein) sind nur einige der Leckereien, die man in Lübeck entdecken kann.

Es gibt noch viele Gründe, warum ein Besuch in Lübeck lohnt. Die Nähe zum Meer ist da nur ein weiterer kleiner Baustein in einem ganzen Turm voller Gründe.

Jedoch lässt sich dieses einzigartige Gefühl von Gemütlichkeit und gleichzeitiger Weltoffenheit nur sehr schwer in Worte fassen.

Daher kann ich jedem nur raten, einfach einmal selbst hinzufahren, durch die Kopfsteinpflasterstraßen zu schlendern, ein Stück Torte auf dem Marktplatz zu essen und einfach glücklich zu sein.
Diese Stadt macht einen glücklich. Unweigerlich.

Lexa bloggt auf lexasleben.de über alles, was sie in ihrem Leben beschäftigt.
Von tollen Rezensionen über Tipps zu sämtlichen Lebenslagen bis hin zu persönlichen Gedanken – bei Lexa findet ihr davon reichlich. Da Lexa einen wie ich finde sehr schönen Schreibstil hat, definitiv lesenswert! Schaut doch mal vorbei und taucht in Lexas Leben ein 😉